{"id":2880,"date":"2023-01-24T15:41:52","date_gmt":"2023-01-24T15:41:52","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-der-demokratie.berlin\/?p=2880"},"modified":"2023-01-27T16:10:23","modified_gmt":"2023-01-27T16:10:23","slug":"die-bottikotti-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-der-demokratie.berlin\/zeitreisen\/die-bottikotti-gmbh\/","title":{"rendered":"Die Bottikotti-GmbH"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Ein Zeitreise-Bericht der 12. Klasse des OSZ Lotis vom 5. bis 6.12.2022<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"423\" height=\"335\" src=\"https:\/\/zukunft-der-demokratie.berlin\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/2-Botti-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2948\" srcset=\"https:\/\/zukunft-der-demokratie.berlin\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/2-Botti-1.png 423w, https:\/\/zukunft-der-demokratie.berlin\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/2-Botti-1-300x238.png 300w\" sizes=\"(max-width: 423px) 100vw, 423px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Deutschland im Jahre 2045<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Politik bem\u00fcht sich stark darum, die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu verkleinern. Das kommt nat\u00fcrlich nicht bei allen gut an, aber f\u00fcr das gro\u00dfe Ganze ist das doch bestimmt gut, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem ist die Technik so weit, dass Hologramme und Roboter l\u00e4stige T\u00e4tigkeiten wie den Schulunterricht ersetzen k\u00f6nnen. Alles dank der Firma Bottikotti-GmbH!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria ist Ehefrau und Mutter und von diesen Neuerungen direkt betroffen. Wie sieht ein Tag im Leben von Maria im Jahr 2045 aus?<\/p>\n\n\n\n<hr><hr>\n\n\n\n<p><strong>1. Akt: Zuhause beim Fernsehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignright is-resized\" style=\"border: 1px solid\"><strong>&nbsp;Handelnde Personen:&nbsp;&nbsp;<\/strong>\n<p><\/p><ul>\n<li>Maria Blume \u2013&nbsp;Hausfrau, Ehefrau&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Ruben Blume \u2013&nbsp;Anwalt, Ehemann&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Tagesschausprecher&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em>Maria sitzt auf der Couch vor dem Fernseher.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ah, 20 Uhr, die Nachrichten kommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Tagesschau-Sprecher: Guten Abend meine Damen und Herren. Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau. Ein neues Gesetz der Regierung besagt, dass die Einkommensgrenzen angepasst werden. Der Mindestlohn wird auf nun 3.000 Euro erh\u00f6ht. Die neue Lohnobergrenze ist nun auf 6.000 Euro abgesenkt worden. Damit soll die Spanne zwischen Arm und Reich weiter verringert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Tagesschau-Sprecher: Au\u00dferdem hat die Botikotti-GmbH beschlossen, dass der Schulunterricht von nun an zuhause stattfinden soll. Hologramme werden die Pr\u00e4senz ersetzen, sagte der Chef der Bottikotti-GmbH. Die Bottikotti-GmbH f\u00fchre demn\u00e4chst au\u00dferdem Bots mit unterschiedlichen Aufgaben in allen Bereichen des Lebens ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Tagesschau-Sprecher: Soweit die Nachrichten, Ihnen noch einen sch\u00f6nen Abend.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Maria schweigt eine Weile.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Maria (<em>redet mit sich selbst<\/em>): Das glaube ich nicht. Da tickt der aus, wenn er das h\u00f6rt. (<em>schaut auf die Uhr<\/em>) Wann kommt der denn endlich nach Hause?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ruben schlie\u00dft die T\u00fcr auf, kommt herein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ruben (<em>seufzt ersch\u00f6pft auf<\/em>): Ach, endlich zuhause. Ist jemand da?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ja, hier, im Wohnzimmer. (<em>Robert kommt ins Wohnzimmer<\/em>) Wie war dein Tag?<\/p>\n\n\n\n<p>Ruben (<em>m\u00fcde<\/em>): Anstrengend als Anwalt, viele Klienten. Du wei\u00dft ja, Straftaten gibt es immer. Jetzt bin ich echt fertig.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Bevor du gehst, ich habe grade Nachrichten geschaut. Setz dich erstmal hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Ruben: Ich habe echt keine Zeit, ich muss schnell ins Bett, morgen wieder fr\u00fch raus.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria (<em>nachdr\u00fccklich<\/em>): Ja, setz dich trotzdem mal kurz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ruben: Okay\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Also, der Mindestlohn wurde auf 3.000 Euro festgesetzt, und der H\u00f6chstlohn auf 6.000. Damit Arm und Reich weiter aneinander angen\u00e4hert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ruben (<em>ungl\u00e4ubig und genervt<\/em>): Komm, ich habe keine Zeit zu scherzen. Ich gehe jetzt nach oben und leg mich hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria (<em>gereizt<\/em>): Warum sollte ich scherzen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ruben: Das kann ich mir nicht vorstellen. Das kann doch nicht sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Schau halt selber nach, wenn du mir nicht glaubst!<\/p>\n\n\n\n<p>Ruben: Die Regierung kann das nicht einfach beschlie\u00dfen. Die k\u00f6nnen uns doch nicht noch mehr Geld wegnehmen! Habe ich nicht das Recht, gute Arbeit zu machen und viel zu verdienen? Nein, das glaube ich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria (<em>sehr laut<\/em>): Na, wenn du mir nicht glaubst, dann halt nicht. Aber es ist die Wahrheit! Ich kann ja auch nichts daf\u00fcr. (<em>w\u00fctend<\/em>) Na, und jetzt geh halt schlafen und mach die Augen zu! Vor der Wahrheit!<\/p>\n\n\n\n<p>Ruben (<em>kleinlaut<\/em>): Ist ja gut, ist ja gut. Lass uns bitte morgen dar\u00fcber reden, ich muss jetzt echt ins Bett.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ruben geht davon, Maria setzt sich wieder auf die Couch und schaut noch ein wenig fern.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p><strong>2. Akt: <strong>Beim Shoppen<\/strong><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignright is-resized\" style=\"border: 1px solid\"><strong>&nbsp;Handelnde Personen:&nbsp;&nbsp;<\/strong><p>\n<\/p><ul>\n<li>Anja \u2013&nbsp;Freundin&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Maria \u2013&nbsp;Freundin&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em>Anja und Maria sind zum Shoppen verabredet. Sie schlendern durch die Mall.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Anja: Was willst du eigentlich deinem Mann zum Geburtstag schenken?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wei\u00df ich noch nicht. Krawatten hat er auf jeden Fall genug (<em>lacht<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p>Anja (<em>deutet auf ein Schaufenster<\/em>): Hier, schau dir das mal an. Mini-Bots!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria (<em>skeptisch<\/em>): Mini-Bots? Was soll das denn sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Anja: Die passen auf deine Kinder auf, wenn du nicht da bist. Und die k\u00f6nnen auch unterrichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: In der Zeit, in der ich sie eigentlich zur Schule bringen m\u00fcsste und wieder nach Hause?<\/p>\n\n\n\n<p>Anja: Genau. Du sparst dir also die Schule. Und das ist auch total legal jetzt. Dank der Bottikotti-GmbH. Die hat echt gute Verbindungen zur Politik.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Das ist ja total zeitsparend. Das \u00fcberlege ich mir mal. Gute Idee, danke!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Anja und Maria gehen weiter, die Mini-Bots bleiben Maria aber im Ged\u00e4chtnis. Ein Geschenk f\u00fcr ihren Mann, das eigentlich f\u00fcr sie selbst ist \u2013&nbsp;genial!<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Zeitreise-Bericht der 12. Klasse des OSZ Lotis vom 5. bis 6.12.2022 Deutschland im Jahre 2045 Die Politik bem\u00fcht sich stark darum, die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu verkleinern. Das kommt nat\u00fcrlich nicht bei allen gut an, aber f\u00fcr das gro\u00dfe Ganze ist das doch bestimmt gut, oder? 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