{"id":4205,"date":"2024-10-24T12:42:33","date_gmt":"2024-10-24T12:42:33","guid":{"rendered":"https:\/\/jugend-schreibt-zukunft.de\/?p=4205"},"modified":"2025-03-19T19:44:22","modified_gmt":"2025-03-19T19:44:22","slug":"der-neue-aufschwung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jugend-schreibt-zukunft.de\/2024\/10\/24\/der-neue-aufschwung\/","title":{"rendered":"Der  neue Aufschwung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><em>Ein Zeitreise-Bericht einer 11. Klasse (BGY24G1) am BSZ Delitzsch <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><em>(Workshop vom 22. bis 23. Oktober 2024)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure><a class=\"alignright is-resized fancybox\" href=\"http:\/\/jugend-schreibt-zukunft.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/1-Der-neue-Aufschwung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/jugend-schreibt-zukunft.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/1-Der-neue-Aufschwung.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-139\" width=\"322\" height=\"456\"><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><strong><strong>Wir schreiben das Jahr 2045<\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hallo liebes Tagebuch,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">heute bin ich um 9 Uhr aufgestanden und es war wie immer einfach perfekt. Ich bin so gl\u00fccklich, in einer zivilisierten und endlich modernen Welt zu leben. Heute habe ich mich mit meinem besten Freund noch einmal dar\u00fcber unterhalten, wie es \u00fcberhaupt dazu kam. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als w\u00e4re es gestern gewesen \u2013 an den Umschwung von schlechter Lebensqualit\u00e4t hin zur meiner Meinung nach besten Gemeinschaft und Lebensqualit\u00e4t, die es je gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Dritten Weltkrieg war die Zeit des Hungers und Elends schwer. Doch dank der k\u00fcnstlichen Intelligenz haben wir es geschafft, eine Wirtschaft zu erschaffen, in der es keine negativen Bed\u00fcrfnisse mehr gibt. Nach dem verheerenden atomaren Weltkrieg besuchten Zeitreisende unsere kaputte Welt und brachten uns die notwendigen Ressourcen. So konnten wir eigenst\u00e4ndig Ger\u00e4te mit fortschrittlicher, selbstlernender k\u00fcnstlicher Intelligenz bauen, die sich von allein weiterentwickelten. Damals war die Zeit hart. Mittlerweile haben wir mit Hilfe von KI eine perfekte Gesellschaft geschaffen, in der man unter idealen Bedingungen nicht nur leicht \u00fcberleben kann \u2013 auch das Thema Tod geh\u00f6rt sogar der Vergangenheit an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem haben wir es geschafft, Portale zu entwickeln, durch die unsere Nahrung, die auf dem Mars von Robotern in Laboren endlos produziert wird, zu uns gelangt. Unsere Gesellschaft \u2013 oder besser gesagt, unsere Politik \u2013 l\u00e4sst sich mit den damaligen Ideen von Karl Marx vergleichen, dem Kommunismus. Allerdings haben das die Menschen mit dem Kommunismus bekanntlich nicht hinbekommen, deshalb werden jetzt alle von einer KI regiert, nicht von Menschen. Diese wei\u00df genau, was wir Menschen brauchen und wie sie die Wirtschaft am Laufen halten kann. Unsere Energie beziehen wir von der Sonne, die unendliche Energie erzeugt. Diese Energie wird mit dem Mars geteilt, sodass dort die Produktionsst\u00e4tten ausreichend versorgt sind. Der Mond wird mittlerweile als Standort f\u00fcr unsere Bluetooth- und 200-G-Masten genutzt, auch er bezieht seine Energie von der Sonne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da wir durch die massive Industrialisierung keine Arbeitspl\u00e4tze mehr ben\u00f6tigen, weil die Roboter diese \u00fcbernommen haben, sind wir im Grunde arbeitslos und k\u00f6nnen tun, was wir wollen \u2013 wir haben viel mehr Zeit f\u00fcr uns. Nach dem atomaren Weltkrieg lie\u00dfen sich manche einen sogenannten Neuro-Sentimental-Chip implantieren. Durch diesen Chip haben wir Unsterblichkeit erlangt, sogar auf die Toilette m\u00fcssen wir nicht mehr. Au\u00dferdem kann unsere Regierungs-KI die menschliche Psyche im Ernstfall derart beeinflussen, dass es keine Gewalt oder Kriege mehr gibt.<\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Szene, die sich im Jahre 2045 zugetragen hat\u2026<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Akt: <strong>Vor dem Krieg\u00a0<\/strong><\/strong><span style=\"font-family: -webkit-standard; font-size: medium; font-weight: 400; white-space: normal;\"><\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignright is-resized\" style=\"border: 1px solid\"><strong>&nbsp;Handelnde Personen:&nbsp;&nbsp;<\/strong>\n<p><\/p><ul>\n<li>Edgar \u2013 Zeitreisender&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Hagen \u2013 B\u00fcrger der Neuen Welt&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Lukas \u2013 Reporter&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wir befinden uns in der Alten Welt, noch vor dem Atomkrieg. Edgar sitzt vor dem Fernseher und schaltet ihn resigniert an. Pl\u00f6tzlich kriselt das Bild, ein Mann erscheint, der in die Kamera schaut.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lukas: Liebe Damen und Herren, willkommen in der Zukunft! Der Krieg ist nach f\u00fcnfzehn Jahren endlich zu Ende. Eine tragische atomare Katastrophe, die fast die ganze Menschheit ausgel\u00f6scht hat. Nur drei von uns haben \u00fcberlebt \u2013 einer davon bin ich. Wir waren privilegiert genug und hatten Bunker. So hat uns also unser Geld gesch\u00fctzt. Die Welt da drau\u00dfen ist nun verseucht. Gehen Sie nie nach drau\u00dfen, sonst nehmen Sie Ihren Tod in Kauf!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Pl\u00f6tzlich wird Edgar von seinem Sofa gerissen. Er verliert kurz das Gef\u00fchl f\u00fcr Raum und Zeit und landet pl\u00f6tzlich unsanft auf einem unbekannten Boden. Er blickt erschrocken in die H\u00f6he und sieht Hagens Gesicht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edgar (<em>verbl\u00fcfft<\/em>): Huch! Wer bist du?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hagen (<em>breit l\u00e4chelnd<\/em>): Hey, mein Freund. Ich bin aus der Zukunft, also f\u00fcr dich die Zukunft. Komm mit, ich zeig dir die neue Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edgar (<em>staunt<\/em>): Das ist meine Welt? Wow! Das ist ja krass.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hagen: Siehst du da oben die Sonne? Von der zapfen wir Strom ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edgar: Und was ist das?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hagen: Das ist der Mars. Der ist durch die ver\u00e4nderte Atmosph\u00e4re gut sichtbar. Da oben haben wir unsere Produktionsst\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edgar: Und das da hinten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hagen: Na, der Mond nat\u00fcrlich. Der ist inzwischen voller Sendemasten. Nur so k\u00f6nnen wir das schnelle Netz und dauerhafte Bluetooth-Verbindungen aufrechterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edgar (<em>seufzt<\/em>): Boa, ich muss mich erstmal hinsetzen. Wie habt ihr das hinbekommen nach dieser riesigen Katastrophe?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hagen: Wir haben uns alle einen Chip implantiert. Da drin sitzt eine KI und sorgt daf\u00fcr, dass es keinen Krieg mehr gibt, dass Ressourcen nicht verschwendet werden und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edgar: Ich glaube es nicht! Nicht zu fassen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hagen: Naja, und was f\u00fcr dich ganz pers\u00f6nlich das Beste ist \u2013 du musst nicht mehr essen und nie mehr auf\u00b4s Klo!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edgar: Wahnsinn, fehlt nur noch die Unsterblichkeit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hagen: Ja, daran wird gerade tats\u00e4chlich gearbeitet. Und teleportieren kannst du dich auch!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Edgar f\u00e4ngt an zu lachen und schaut Hagen an.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edgar: Na dann, auf geht\u00b4s. Ich will diesen Chip auch!<\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Akt: <strong>Beratungsgespr\u00e4ch beim Arzt&nbsp;<\/strong><\/strong><span style=\"font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;\"><\/span><span id=\"docs-internal-guid-fd7ae053-7fff-b53c-6dd4-c973411621f5\"><\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignright is-resized\" style=\"border: 1px solid\"><strong>&nbsp;Handelnde Personen:&nbsp;&nbsp;<\/strong>\n<p><\/p><ul>\n<li>Dr. Handsome \u2013 Arzt&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Michael \u2013 B\u00fcrger&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Jakob \u2013 B\u00fcrger&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Szene spielt in einem futuristischen Arztzimmer. Michael und Jakob betreten das Zimmer und setzen sich auf die Patientenliegen, w\u00e4hrend Dr. Handsome sich zu ihnen umdreht und sie freundlich begr\u00fc\u00dft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Hallo, herzlich willkommen! Sie sind also gekommen, weil Sie den Chip m\u00f6chten, richtig? Sie haben bestimmt schon einiges dar\u00fcber geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Ja, genau. Aber ehrlich gesagt, wissen wir nur so grob, worum es geht. K\u00f6nnten Sie uns das bitte noch mal erkl\u00e4ren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Nat\u00fcrlich. Das Prozedere sieht folgenderma\u00dfen aus: Der Chip wird in den Unterarm implantiert. Der gesamte Eingriff ist kostenlos und schmerzfrei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Toll! Und wie lange dauert das ungef\u00e4hr?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Oh, das geht sehr schnell \u2013 unter einer Minute. Wie gesagt, alles kurz und schmerzlos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Klingt ja fast zu gut, um wahr zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Der Chip sorgt daf\u00fcr, dass Sie nicht mehr sterben. Neben der Unsterblichkeit haben Sie auch keine altersbedingten Beschwerden. Sie altern zwar, aber smart \u2013 also keine ernsthaften k\u00f6rperlichen Probleme stehen an. Und zus\u00e4tzlich entf\u00e4llt das Bed\u00fcrfnis, Ihre &#8222;Gesch\u00e4fte&#8220; zu verrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Krass&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Sollten Sie irgendwelche Fragen haben \u2013 ich wei\u00df, Sie sind vielleicht skeptisch \u2013 k\u00f6nnen Sie sich vertrauensvoll an mich wenden. Ich hafte pers\u00f6nlich daf\u00fcr, dass Sie am Leben bleiben und Ihnen nichts geschieht. Irgendwelche Fragen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: \u00c4hm, wie lange haben Sie den Chip schon?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Solange ich als Arzt t\u00e4tig bin, also seit zehn Jahren. Und bisher hat sich noch niemand \u00fcber den Chip beschwert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Soso.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Wor\u00fcber ich Sie hingegen aufkl\u00e4ren muss, ist, dass der Chip alle f\u00fcnf Jahre ausgewechselt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Und das kostet dann bestimmt was, oder?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Nein, alles ist und bleibt unentgeltlich. So wie eben unser Wirtschaftssystem aufgebaut ist. Da m\u00fcssen Sie sich keine Sorgen machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Das klingt ehrlich gesagt alles fantastisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Super! Haben Sie heute um 19 Uhr Zeit?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Ja, das geht klar. Ich vertraue Ihnen da.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Sehr sch\u00f6n, dann sehen wir uns in wenigen Stunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Zeitsprung: Einige Stunden sp\u00e4ter am Tag finden sich Michael und Jakob wieder in Dr. Handsomes Arztzimmer ein.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Hier brauche ich einmal jeweils eine Unterschrift.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Wo genau?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Hier unten, bitte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Ja, machen wir.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Gut, dann geht\u2019s los. Legen Sie bitte Ihren Schreibarm nach vorne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob (<em>z\u00f6gernd<\/em>): Na gut\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein leises Summen ist zu h\u00f6ren, w\u00e4hrend der Chip implantiert wird.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Das war\u2019s schon? Das tut wirklich nicht weh.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Echt nicht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Nein, echt nicht. Sei nicht so zimperlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Auch Michael streckt nun seinen Arm aus, und Dr. Handsome setzt die Implantatsmaschine an.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Wahnsinn. Vielen Dank!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Handsome: Gern geschehen. Wir sehen uns in einer Woche zur Kontrolle wieder. Bis dahin, alles Gute!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die beiden verabschieden sich und verlassen beschwingt die Arztpraxis.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Akt: <strong>Im Kino<\/strong><\/strong><span style=\"font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;\"><\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignright is-resized\" style=\"border: 1px solid\"><strong>&nbsp;Handelnde Personen:&nbsp;&nbsp;<\/strong>\n<p><\/p><ul>\n<li>George&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Michael&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Jakob&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Szene beginnt vor dem Kino. Michael und Jakob schlendern die Stra\u00dfe entlang, bis sie ihren Freund George in der Menge entdecken.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Schau mal da dr\u00fcben, da ist George!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Hey, George!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die drei begr\u00fc\u00dfen sich euphorisch.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">George: Na, was geht bei euch?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob (<em>grinsend<\/em>): Alter, schau mal, wir haben jetzt diesen neuen Chip!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">George: Krass, wie cool ist das denn!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Also, was wollen wir machen? Lust auf Kino?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">George: Ja, klingt gut! Wisst ihr noch, wie die Leute fr\u00fcher immer dachten, B\u00fccher und Kinos w\u00fcrden aussterben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Ja, echt dumm. Die haben einfach zu viel gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Genau. Aber jetzt, in unserem neuen Wirtschaftssystem, haben wir st\u00e4ndig Zeit f\u00fcr alles M\u00f6gliche \u2013 und das Beste: Wir k\u00f6nnen unsere Freizeit gemeinsam verbringen, nicht nur allein zu Hause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">George (<em>lachend<\/em>): Na, genug geredet, ab ins Kino!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die drei gehen ins Kino und lassen sich in einem der S\u00e4le nieder. W\u00e4hrend sie sich setzen, bemerkt Jakob ein altes Filmplakat.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Schaut mal, das ist eins von den ganz alten. So was hat mir meine Mutter erz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der Film beginnt, und nach der Vorstellung schlendern sie beeindruckt aus dem Saal.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Junge, das war der coolste Film, den ich je gesehen habe!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob: Ja, echt unglaublich, oder?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">George: Schon verr\u00fcckt, wie es damals war. Die Natur, die Menschen\u2026fast sch\u00f6ner als jetzt, irgendwie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michael: Ach komm, das w\u00fcrde ich so nicht sagen. Denk doch mal dran: Wir haben Gleichberechtigung, keine Arbeitspflicht, alles ist kostenlos, Ressourcen sind endlos, und wir k\u00f6nnen nicht mal sterben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob (<em>nachdenklich<\/em>): Ja, du hast recht. Wir sollten uns echt gl\u00fccklich sch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">George: Stimmt schon. Also, los \u2013 habt ihr Lust, noch in den Park zu gehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die drei Freunde laufen \u00fcber die Stra\u00dfe Richtung des kleinen Parks. Keiner redet, alle sind angesichts des ereignisreichen Tages in Gedanken versunken.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Zeitreise-Bericht einer 11. Klasse (BGY24G1) am BSZ Delitzsch (Workshop vom 22. bis 23. Oktober 2024) Wir schreiben das Jahr 2045 Hallo liebes Tagebuch, heute bin ich um 9 Uhr aufgestanden und es war wie immer einfach perfekt. Ich bin so gl\u00fccklich, in einer zivilisierten und endlich modernen Welt zu leben. 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