{"id":4123,"date":"2024-10-15T14:31:55","date_gmt":"2024-10-15T14:31:55","guid":{"rendered":"https:\/\/jugend-schreibt-zukunft.de\/?p=4123"},"modified":"2025-03-19T19:47:26","modified_gmt":"2025-03-19T19:47:26","slug":"auf-den-strassen-von-alpharia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jugend-schreibt-zukunft.de\/2024\/10\/15\/auf-den-strassen-von-alpharia\/","title":{"rendered":"Auf den Stra\u00dfen von Alpharia"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><em>Ein Zeitreise-Bericht<em> der<\/em> Klasse 10b am BIP Gymnasium Leipzig <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><em>(Workshop vom 28. bis 29. August 2024<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure><a class=\"alignright is-resized fancybox\" href=\"http:\/\/jugend-schreibt-zukunft.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Leipzig-2024-1gruppe-1-gross.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/jugend-schreibt-zukunft.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Leipzig-2024-1gruppe-1-gross.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-139\" width=\"322\" height=\"456\"><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><strong><strong><strong>Wir schreiben das Jahr 2045<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2045 ist die Welt durch den Klimawandel und einen verheerenden Atomkrieg schwer gezeichnet. Die wenigen \u00dcberlebenden leben unter Kuppeln in gro\u00dfen St\u00e4dten. Die Gesellschaft ist tief gespalten: Oben, in den schwindelerregend hohen T\u00fcrmen, leben die Reichen in Luxus, w\u00e4hrend die Armen unterhalb der Stadt in Slums hausen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es herrscht ein unnahbarer Diktator, der selbst ganz oben in der Kuppel wohnt und nur selten in Erscheinung tritt. Ein sozialer Abstieg kann hier schnell geschehen, und die Kuppel, die alle sch\u00fctzt, birgt auch ein dunkles Geheimnis.<\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Szene, die sich im Jahre 2045 zugetragen hat\u2026<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Akt: Der Diktator beim Friseur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignright is-resized\" style=\"border: 1px solid\"><strong>&nbsp;Handelnde Personen:&nbsp;&nbsp;<\/strong>\n<p><\/p><ul>\n<li>Alexios &#8211; Diktator&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Mara \u2013  Friseurin&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Elena \u2013 Maras Mutter&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein luxuri\u00f6ser Friseursalon mit Blick \u00fcber die Stadt unter der Kuppel. Der Diktator sitzt auf einem hochmodernen Stuhl, Mara schneidet ihm die Haare, w\u00e4hrend er sich lautstark beschwert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios <em>(genervt)<\/em>:  Das Leben hier oben wird auch nicht einfacher. Der Champagner war gestern abgestanden, und die Aussicht auf die Slums ruiniert mir den Appetit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mara: Ja, das muss schrecklich f\u00fcr Sie sein. Aber es ist eine gro\u00dfe Ehre, dass Sie unseren Salon besuchen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios: Du verstehst mich. Niemand versteht mich. Immer diese l\u00e4stigen Pflichten als Diktator. Und die st\u00e4ndigen Forderungen der Reichen! Alle wollen etwas von mir. Hier kann ich endlich mal kurz entspannen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mara: Wirklich? Ich dachte, Sie h\u00e4tten alles, was man sich nur w\u00fcnschen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios: Das denken alle. Aber die wissen nicht, was es hei\u00dft, hier oben zu leben. Jeder will an die Macht. Ach, wenn du w\u00fcsstest, was ich schon alles tun musste, um an der Spitze zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Elena tritt in den Raum, ihre Augen weiten sich, als sie Alexios sieht. Sie spricht mit zitternder Stimme.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elena (<em>schockiert<\/em>): Mara&#8230;ich muss dir etwas sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mara: Was ist los, Mama?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elena (<em>mit br\u00fcchiger Stimme<\/em>): Er&#8230; Alexios&#8230; ist dein Vater.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Mara f\u00e4llt die Schere aus der Hand.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mara: Was?!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios: Was redest du da, Frau?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elena: Ich habe es dir nie erz\u00e4hlt, Mara&#8230;Ich habe dich vor ihm versteckt, weil er den Atomkrieg entfesselt hat. Weil er tausende Leben auf dem Gewissen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mara (<em>fassungslos<\/em>): Das kann nicht wahr sein&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios: Was f\u00fcr L\u00fcgen erz\u00e4hlst du ihr? Ich habe die Welt gerettet!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elena: Gerettet? Du hast die Welt zerst\u00f6rt, Alexios. Und ich wollte meine Tochter vor dir sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Mara steht starr vor Schock, w\u00e4hrend Alexios langsam aus seinem Stuhl aufsteht, den Blick eisig auf Elena gerichtet. Die Szene endet abrupt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Akt: Eine alte Liebe<\/strong><span id=\"docs-internal-guid-fd7ae053-7fff-b53c-6dd4-c973411621f5\"><div><span style=\"font-size: 11pt; font-family: Arial, sans-serif; background-color: transparent; font-variant-numeric: normal; font-variant-east-asian: normal; font-variant-alternates: normal; font-variant-position: normal; vertical-align: baseline;\"><\/span><\/div><\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignright is-resized\" style=\"border: 1px solid\"><strong>&nbsp;Handelnde Personen:&nbsp;&nbsp;<\/strong>\n<p><\/p><ul>\n<li>Sophia\u2013 ehemals reich&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Leon &#8211; Sophias alter Geliebter&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein heruntergekommenes Caf\u00e9 unterhalb der Kuppel. Sophia und Leon sitzen sich an einem Tisch gegen\u00fcber. Die Spannung zwischen ihnen ist sp\u00fcrbar.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sophia (<em>nerv\u00f6s<\/em>): Es ist lange her, Leon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leon: Ja, zu lange. Wie l\u00e4uft&#8217;s in deinem Leben? Ich war echt \u00fcberrascht, dich bei diesem Fast Food Laden an der Kasse zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sophia (<em>l\u00e4chelt traurig<\/em>): Nicht so gut, wie du vielleicht denkst. Die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. Fr\u00fcher&#8230; hatte ich alles. Jetzt? Nicht mehr viel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leon: Das \u00fcberrascht mich. Du hattest mich damals verlassen, als ich alles verloren habe. Du wolltest nur den Glanz und das Geld.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sophia: Das war ein Fehler. Ich war dumm. Aber die Welt ist anders geworden. Niemand ist mehr sicher, nicht mal die Reichen. Der Abstieg kann so schnell passieren, nur ein kleiner Fehler, und alles ist vorbei! Es ist einfach nicht fair.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leon: Das stimmt, das System ist unfair. Aber wir m\u00fcssen damit leben. Ich habe mich hochgearbeitet, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck. W\u00e4hrend du&#8230;gefallen bist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sophia: Ja, das bin ich. Ich habe alles verloren. Aber als ich dich damals verlassen habe&#8230;ich dachte, es w\u00e4re das Richtige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leon (<em>lehnt sich vor<\/em>): Und jetzt? Willst du zur\u00fcck zu mir, weil ich wieder etwas habe?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sophia (<em>den Tr\u00e4nen nah<\/em>): Nein&#8230;ich wei\u00df, dass ich diesen Fehler nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen kann. Aber ich will es wenigstens erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leon: Es gibt nichts mehr zu erkl\u00e4ren, Sophia. Diese Stadt \u00e4ndert die Menschen. Sie hat uns beide ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>In dem Moment kommen Sophias Verwandte herein, mit denen sie essen gehen wollte. Die Szene endet in angespannter Stille.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Akt: Der Sturz des Diktators<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"alignright is-resized\" style=\"border: 1px solid\"><strong>&nbsp;Handelnde Personen:&nbsp;&nbsp;<\/strong>\n<p><\/p><ul>\n<li>Mara&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Diktator Alexios&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<li>Jana und Malik &#8211; Zwei arme Bewohner der Slums&nbsp;&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eine dunkle Stra\u00dfe unterhalb der hohen T\u00fcrme. Mara hat Alexios um ein Treffen gebeten, um mit ihm zu sprechen. Sie stehen auf einer erh\u00f6hten Plattform, auf der man das Slumviertel \u00fcberblicken kann.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mara (<em>w\u00fctend<\/em>): Du hast alles zerst\u00f6rt! Du hast unser Leben zerst\u00f6rt! Wie konntest du uns nur alleine lassen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios: Ich habe diese Stadt zu dem gemacht, was sie ist. Ohne mich g\u00e4be es nichts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mara: Nichts? Die Menschen in den Slums haben nichts! Du hast sie alle ihrem Schicksal \u00fcberlassen, w\u00e4hrend du oben in deinem Turm sitzt. Es ist komplette Willk\u00fcr, wer in dieser Stadt ein sch\u00f6nes Leben haben kann, und wer nicht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios: Das ist der Lauf der Welt. Nur die Starken \u00fcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>In einem Moment der Wut st\u00f6\u00dft Mara ihren Vater von der Plattform. Alexios st\u00fcrzt die Stra\u00dfe hinunter und landet vor Jana und Malik, zwei arme Bewohner der unteren Schichten. Sie blicken ihn \u00fcberrascht an.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jana (<em>fl\u00fcsternd<\/em>): Ist das&#8230;der Diktator?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Malik: Ja, das ist er. Was macht er hier unten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios (<em>benommen<\/em>): Helft mir&#8230;ich bin der Herrscher dieser Stadt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jana: Der Herrscher? Der uns hier unten verrotten l\u00e4sst?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Pl\u00f6tzlich strahlt ein blendend helles Licht am Himmel. Die Kuppel beginnt zu beben und einzust\u00fcrzen. Tr\u00fcmmer fallen herab, w\u00e4hrend Panik ausbricht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Malik (<em>schockiert<\/em>): Was zum Teufel ist das?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jana: Die Kuppel&#8230;sie f\u00e4llt auseinander.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mara: Du wusstest es! Du hast gewusst, dass die Kuppel nicht mehr h\u00e4lt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexios (<em>mit letzter Kraft<\/em>): Es war nur eine Frage der Zeit&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Szene endet im Chaos, als die Kuppel endg\u00fcltig einst\u00fcrzt. Alle blicken fassungslos in den Himmel, w\u00e4hrend Tr\u00fcmmer auf sie herabregnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Zeitreise-Bericht der Klasse 10b am BIP Gymnasium Leipzig (Workshop vom 28. bis 29. August 2024) Wir schreiben das Jahr 2045 Im Jahr 2045 ist die Welt durch den Klimawandel und einen verheerenden Atomkrieg schwer gezeichnet. Die wenigen \u00dcberlebenden leben unter Kuppeln in gro\u00dfen St\u00e4dten. 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